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Inhalt

Medien und Krisen

Seit den 1990er Jahren stehen Krisen von Unternehmen, Institutionen Behörden, zunehmend auch von Einzelpersonen immer häufiger in einem unmittelbaren Zusammenhang mit Medien.

Erfolgreiche Krisenvorsorge und -bewältigung setzt daher Medienkenntnis, -beratung und -training voraus.

Medien

Zur Massenkommunikation zählen alle Formen der öffentlichen - also allgemein zugänglichen - Kommunikation, bei der technische Hilfsmittel die Verbreitung von Informationen irgendwelcher Art an eine Vielzahl von Personen ermöglichen.

Wichtigster Ort der Massenkommunikation in der Antike war das Amphitheater. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit kam den öffentlichen Hinrichtungen eine zentrale Massenkommunikative funktion zu.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden für die städtische Oberschicht die ersten - vorläufig noch der Zensur unterworfenen - Zeitungen. Freie Printmedien waren erst im Liberalen Staat (in der ganzen Schweiz ab 1848) zugelassen. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war massenmedial geprägt von einer vielfältigen Meinungspresse.

Im 20. Jahrhundert wurden Film und Musik zu dominanten massenmedialen Inhalten. Technisch übertragen werden sie von Radio, Fernsehen und - seit der Jahrtausendwende - vom Internet. Social Media erlauben seit etwa acht Jahren Privatpersonen, sich ohne grosse Investitionen gegenüber einem nicht beschränkten Publikum öffentlich zu äussern.

Häufig wird Gerhard Maletzkes Definition der Massenmedien verwendet, der diese als technische Verbreitungsmittel versteht, die ein räumlich und zeitlich disperses Publikum voraussetzen.

 

Mit einer historischen Optik fassen wir den Begriff weiter, da hinter Massenveranstaltungen wie den Spielen im Amphitheater oder öffentlichen Hinrichtungen unbestreibar massenmediale Absichten der Obrigkeit standen und stehen.